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29. Juli 2010 - 17:40 Uhr
Stadtgeschichte: Ein Krefelder Schwergewicht
von Egon Traxler
Der fünfte und letzte Band ist im Handel. Insgesamt 25 Autoren waren beteiligt.
 
 

Krefeld. Das Kind hat 25 aktive Väter. Es wurde 1998 geboren, wiegt inzwischen stolze 8,7 Kilo, ist 22 Zentimeter hoch und umfasst genau 3492 Seiten. Gemeint sind die fünf Bände der Krefelder Stadtgeschichte, deren fünfter und letzter Band im Juni erschienen ist.

Das von Reinhard Feinendegen und Hans Vogt im Auftrag der Stadt herausgegebene Schwergewicht erschien 1998 nach einem Jahr Vorbereitung mit Band 1 unter dem Titel „Von der Frühzeit bis zum Mittelalter“. Zwei Jahre später war Teil zwei „Von der Reformationszeit bis 1794“ zu haben. Drei Jahre später erschien außerplanmäßig der Band „Kirchen-, Kultur und Baugeschichte 1600 bis 1900“.

Die WZ wird in den nächsten Wochen in losen Folgen einzelne Abschnitte des fünften Bandes rezensieren. Dazu gehören die Zeit der Weimarer Republik, die Jahre des Nazi-Regimes, die Nachkriegszeit und der Wiederaufbau in Krefeld. Nicht zuletzt wird es dabei auch um die Sprache der Region, Hintergründe des Brauchtums und der Feiertage in Krefeld gehen.

Die Herausgeber bedanken sich für das Vertrauen

2006 schloss sich der ursprünglich als Band drei geplante vierte Abschnitt an, „Von der Franzosenzeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges“. Das abschließende Werk reicht „Vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart (1918 – 2004). Dieser endet mit dem chronologischen Eintrag: „Nach einer erforderlich gewordenen Stichwahl wird Gregor Kathstede (CDU) neuer Oberbürgermeister der Stadt Krefeld.“

Im Vorwort des letzten Bandes verweisen die beiden Herausgeber auf die lange Geschichte des Gesamtwerkes, die bis Anfang der 70er Jahre zurückreiche. 1990 billigte der Stadtrat das Programm einer neu gebildeten Stadtgeschichtskommission und genehmigte die notwendigen Mittel. Feinendegen und Vogt betonen in ihrem Vor- und Schlusswort: „Es sollte ein schwieriger und zeitraubender Weg werden, der nur mit Geduld und Beständigkeit zu bewältigen war.“

Die beiden Herausgeber verweisen dabei auf die unterschiedlichen Vorgehensweisen der insgesamt 25 verpflichteten Autoren. Im Unterschied zu der in den 1950er Jahren erschienenen Stadtgeschichte von Buschbell/Heinzelmann, die nur bis 1871 reichte, seien in den fünf Bänden auch die inzwischen eingemeindeten Stadtteile in die Darstellung der Geschichte einbezogen.

Feinendegen und Vogt bedanken sich vor allem bei der Stadt, „die uns betraut und vertraut hat“. Sie hätten „jede erdenkliche Unterstützung erfahren“, vom Kulturdezernat, vom Stadtarchiv und nicht zuletzt auch vom Bereich Reprographie mit seinen technischen Möglichkeiten.

Für den Satz der fünf Bände mit der charakteristischen schwarz-gelben „Bauchbinde war die Berger & Köveker KG verantwortlich. Gedruckt wurden die Bücher bei Joh. Van Acken. Die Gestaltung der Umschläge erfolgte nach einem Entwurf von Theo Windges.

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67,0%

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