Warum hat Deutschland keinen König oder keine Königin? Auf der Suche nach einer Antwort hat Reporterin Malin Büttner eine junge Frau besucht, die sich mit Königshäusern gut auskennt: Julia Felicitas Leopoldine Friederike Franziska Prinzessin von Anhalt. Ziemlich viele Vornamen für eine Person – aber das ist bei Prinzessinnen keine Seltenheit.
„Monarchie“ bezeichnet eine bestimmte Staatsform. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet Alleinherrschaft. Ursprünglich hatte in einer Monarchie ein einzelner Mensch die Macht über alle anderen.
Meistens war dieser Herrscher ein König oder ein Fürst. Die Bürger nannte man Untertanen. Ein Monarch wurde nicht gewählt: Das Recht, das Land zu regieren, wurde meistens vom Vater an ein anderes Familienmitglied weitergegeben.
In vielen frühen Monarchien hatten die Bürger so gut wie keine Rechte. Sie durften dem König nicht widersprechen, und während er im Luxus lebte, musste das Volk hungern.
Auch heute gibt es noch Monarchien, etwa in Spanien, Schweden oder Großbritannien. Mittlerweile dürfen die Königinnen und Könige aber nicht mehr allein bestimmen, was in ihrem Land passiert. Sie arbeiten mit einer vom Volk gewählten Regierung zusammen. Diese Staatsform heißt parlamentarische Monarchie.
In diesen Ländern hat ein König ähnliche Aufgaben wie unser Bundespräsident: Er unterzeichnet Gesetze, hält Reden und besucht andere Länder. Die wichtigen politischen Entscheidungen trifft aber ein Parlament.


